1961 geboren in Istanbul
1984 - 1989 Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg
Malerei und Kommunikationsdesign, Diplom
1990 - 1996 Artdirection in Designagenturen/Hamburg

Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Schleswig-Holstein



Zum Werk

Ein Text von Dr. Barbara Aust-Wegemund


Ausstellungen (Auswahl)

1995 Landdrostei Pinneberg(E)  1996 Galerie im Forum, Norderstedt(G) Vernetzung; Galerie Kraftwerk/Hamburg(G)  1998 Regionalschau; Landdrostrei Pinneberg(G)  1999 neue Arbeiten; Torhaus Wellingsbüttel/Hamburg(E)
2000 Landesschau BBK; Kunsthalle Kiel(G)  2001 Landesschau BBK; Museumsberg Flensburg(G)  Staatliche Kunstgalerie Danzig(G)  konkret-lyrisch; Remise/Bad Segeberg(G)  Farbe, Licht Schatten; Galerie im Forum, Norderstedt(G)
2003 Landesschau BBK; Landesmuseum Schloß Gottorf(G)
2004 Fortuna; Innenministerium Kiel(G)  Schau der Tausend Bilder; Ostseehalle Kiel(G)  2005 Fortuna; Marstal, Ahrensburg(G)  2006 Reisen; Galerie im Forum/Norderstedt(G)  Barock und Moderne; Landdrostei Pinneberg(G), 2009 Zwischentöne; Rathaus-Galerie Norderstedt(E); 2011 Kunstverein Elmshorn (G), Galerie auf der Freiheit, Schleswig(G)



Landdrostei Pinneberg 1995



Kunsthalle Kiel 2000



Remise Bad Segeberg 2001



Museumsberg Flensburg 2001



FORUM Norderstedt 2002



Ostseehalle Kiel 2006



Rathaus-Galerie Norderstedt 2009



Rathaus-Galerie Norderstedt 2009



Ausstellung Malerei und Arbeiten auf Papier
Landdrostei Pinneberg 1995

"Beatrix Sieh fordert die Räumlichkeit durch das Übereinanderlegen von verschiedenen Farbschichten heraus, gibt skripturalen Grundmustern durch konsequente Weiterentwicklung informelle Klänge, Temprament und Heiterkeit überwiegen, getragen von einem inneren Ordnungsprinzip. In ihren farbigen Türkeiskizzen verfolgt sie rasch die Linie von Strichlandschaften bis zur Abstraktion, in "Rote Variationen" entwickelt sie schwarz gezeichnete Kalligraphie zum großzügigen, kraftvollen, selbstbewußten Informel. Ihre Moscheen-Kuppeln treten in Verwandtschaft mit tanzenden Derwischen, die ineinander und übereinander verwebten Zeichen ihrer "Schriftfahnen" sind heiter fließende Wesen...." (Norderstedter Zeitung Linde-Lembke)


Ausstellung Neue Arbeiten
Torhaus Wellingsbüttel 1999

"....reiche Bildwelten des Orients in ihren Bildwelten immer wieder als Kürzel auftreten. Die Konfrontation mit der islamischen Kultur kommentiert sie in arabischen Chiffren, in weichen Wellen, im Hitzeflimmern der Luft. Verinnerlichte Beobachtungen, die sich in freien Zeichen auf Leinwand und Papier begeben und, konträr zu den schillernden Farben des Orients, in Weiß-Grau-Schwarz-Stufen, eine rhythmische Landschaft bilden, deren vielfache Farbschichten Dichte und Weite der scripturalen Zeichen Geheimnisse, Rätsel und Räume für Gedanken verbergen. Auch Klangwelten, die Geräusche und Gerüche der Märkte und Meere.., die Sprache der Menschen sind Triebfedern, für das Fließen und Fallen, das Flattern, Fluten und Flirren der Bildkompositionen....." (Norderstedter Zeitung Linde-Lembke)


"Neuerdings fügt sie den grauen, schwarzen oder weißen Schriftfahnen farbige Flächen hinzu und läßt die Leinwand selbst mitwirken, indem sie die Nähte des Tuches mit einbezieht. Sie geht nicht gerade zimperlich mit ihren Arbeiten um, müssen diese doch starke Prozeduren über sich ergehen lassen. Sie werden unter Wasser getaucht, geschrubbt und wieder zart mit neuer Patina bedeckt."
(Auszug aus der Eröffnungsrede von Ane Königsbaum)


Ausstellung "Bildräume konkret-lyrisch"
Remise Bad Segeberg 2002

"Ausgangspunkt der Arbeit von Beatrix Sieh ist die Natur "mit ihrem visuellen Flimmern", zum Beispiel Bewegung des Meeres, aufsteigende Hitze und fallender Regen. Aus derlei Beobachtungen setzt sie mit Tinte, Tempera und in Mischtechnik auf Maluntergrund, teils mit Leinwand-Collagen, in vielfachen Überlagerungen von Grau-, Weiß-und Schwarzabstufungen neue Bildwelten mit malerischen Strukturen aus verwobenen Linien zusammen. Stark beeinflußt weiß sie sich durch ihre Herkunft: Sie wurde 1961 in Istanbul geboren und lebte zehn Jahre im islamischen Raum...." (Lübecker Nachrichten 23.02.02 Dierk E. Seeburg)


Ausstellung "Zwischentöne"
Rathaus-Galerie Norderstedt 2009

"Ihnen gegenüber hängt eine Reihe der sensiblen und, meiner Ansicht nach sehr delikaten Collagen von Beatrix Berin Sieh. Und wenn ich delikat sage, liegt dies daran, dass sie die Möglichkeiten, die die Collage bietet, konsequent und nicht übertrieben einsetzt. Wir sehen hier komprimiert die zeichnerischen Kürzel, die Farbfelder, die Schichtungen, die damit einhergehenden Verdichtungen und die Transparenz. Diese gestalterischen Elemente sind sowohl den Bildern aus der Bahce Reihe, in denen sie westliche Farbfeld-Malerei mit ornamentähnlichen Schattenflächen kombiniert, zu eigen als auch den skripturalen Tafelbildern und Zeichnungen."
(Auszug der Eröffnungsrede von Anders Petersen, anders.art.edition)

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"Beatrix Berin Sieh agiert in ihrer Malerei aufgrund der kulturellen Reibungsflächen zwischen der Türkei und Deutschland, zwischen dem Islam und der westlichen Welt. In ihrer Serie "cinci oder bahce"(Garten) reflextiert sie die florale islamische Ornamentik mit ihrer Bildsprache. Auch sie nutzt den kreativen Prozess, um aus vorgegebenen Formen aufgrund ihrer eigenen Erlebniswelt eine neue Sprache zu entwickeln und gibt alten Bildstrukturen neuen, die Fantasie anregenden Raum."
(Norderstedter Zeitung Linde-Lembke)

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Ausstellung "Verschleierte Wirklichkeiten" in Schleswig, 2011

"Die Arbeiten von Beatrix Berin Sieh reflektieren Wahrnehmungsebenen von Zeichen, Symbolen und Sprache. Als Kind deutscher Eltern in Istanbul aufgewachsen hat sie kulturelle Dialektik verinnerlicht wie das Einmaleins der Existenzmathematik. In der von Bildsprache überfrachteten Gegenwart untersucht sie Strukturen und kulturelle Festschreibungen, die kollektives Bewusstsein dominieren. Die Zeichen und bildlichen Muster des Orients werden dem antirationalen, emotionalen zugeordnet, im Gegensatz zum rationalen Erkenntnisinteresse der westlichen Zeichensprache. Hier besteht eine Parallele zu der Auffassung des Weiblichen (Pflege des Emotionalen) versus des Männlichen Prinzips (Pflege des Rationalen) seit der Aufklärung in unserer westlichen Kultur." (Heike Stockhaus, Barlach Gesellschaft Wedel)

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Interessante Links

Malreisen in der Türkei